Bewertung einer externen Masterarbeit

Titel: access.ability. Wie barrierefrei sind Österreichs Online-Medien, und warum sollten sie es sein?

Verfasserin: : Lisa D. Kriechhammer, BA

Jahr: 2014

Universität: Wien, FHWien der WKW, FH-StG Journalismus,

Gestaltungshöhe
Da die ausgewählte Masterarbeit aus keinem designbezogenen Studiengang stammt, wurde diese nicht individuell gestaltet. Die Verfasserin hat dennoch darauf geachtet, durch einfache typografische Mittel und vereinzelte Grafiken, die sich innerhalb der Vorgaben der Universität befinden, die Arbeit etwas „aufzulockern“. Die Gestaltungshöhe wird dadurch als eher gering eingestuft. 

Innovationsgrad
Der Innovationsgrad der ausgewählten Arbeit ist auf jeden Fall gegeben, auch wenn ich diesen aus jetziger Sicht nicht extrem hoch einschätzen würde. Da jedoch das Thema Inklusion und Barrierefreiheit im Erstellungsjahr der Arbeit (2014) noch nicht so intensiv gesellschaftlich thematisiert wurde, wie es jetzt im Moment wahrzunehmen ist und sich seither auch im Internet und Online-Medien einiges getan hat, möchte ich der Verfasserin den Innovationsgrad auf keinen Fall absprechen.

Selbstständigkeit
Die ausgewählte Arbeit wurde eigenständig, genau und wissenschaftlich erarbeitet, wodurch eine Selbstständigkeit eindeutig gegeben ist. Es wurden für die Arbeit verschiedene Forschungsmethoden (Umfragen, Usability-Tests) angewendet. 

Gliederung und Struktur
Die Arbeit wurde in 8 Kapitel und ein Fazit gegliedert. In den einzelnen Kapiteln geht die Verfasserin auf verschiedene relevante Aspekte des Themas ein und betrachtet beispielsweise in Kapitel 2 den Begriff „Behinderung“ aus soziologischer und medizinischer Sicht genauer. In Kapitel 7 wird die empirische Untersuchung vorgestellt, die Methoden des Usability Testings und der Thinking Out Loud Methode erläutert. Ebenso wird genauer auf die Testinhalte eingegangen. 

Meiner Meinung nach wurde die Arbeit sehr verständlich und übersichtlich gegliedert, da beispielsweise die Testergebnisse in einem eigenen Kapitel dargestellt und interpretiert werden. Somit wird auf die einzelnen Aspekte der Arbeit und Forschung sehr nachvollziehbar und ausgeglichen eingegangen.

Kommunikationsgrad
Die Inhalte der ausgewählten Arbeit werden klar und verständlich kommuniziert, Fachjargon wurde auf ein verständliches Minimum reduziert, um Unkundige Leserinnen und Leser das Lesen zu erleichtern. Die eingesetzten Informationsgrafiken und Screenshots ergänzen den textlichen Inhalt sehr gut und erleichtern das Verständnis des Geschriebenen.

Umfang der Arbeit
Meiner Meinung nach umfasst die Arbeit eine sehr umfangreiche Länge, jedoch werden einzelne Komponenten nicht unnötig in die Länge gezogen und die Leserinnen und Leser bekommen einen sehr guten Einblick in die Problemstellung. Außerdem wurde auch eine sehr umfangreiche Recherche- und Forschungsarbeit.

Orthographie sowie Sorgfalt und Genauigkeit
Die Verfasserin hat die Arbeit sehr sorgfältig und durchdacht erarbeitet. Bei meiner Analyse sind mir keine Fehler ausgefallen. 

Literatur
Die Verfasserin hat sowohl aus einigen Online-Quellen, als auch aus einer großen Auswahl an gedruckter Fachliteratur zitiert und sich umfangreich mit dem Thema auseinander gesetzt. Neben Literatur zum Thema Barrierefreiheit/Inklusion werden außerdem einige Quellen zum Bereich Usability Testing angeführt, wodurch bemerkbar wird, dass sich die Verfasserin wirklich mit jedem einzelnen Aspekt ihrer Arbeit genau beschäftigt hat. 

Arbeit hier aufrufbar:
https://bibliothek.fh-wien.ac.at/obvsg/JOUR/2014/AC12089674.pdf
https://search-fww.obvsg.at/primo-explore/search?vid=FWW&search_scope=default_scope&query=addsrcrid,contains,AC12089674