Kritische Bewertung einer Masterarbeit/Diplomarbeit

Titel der Arbeit: Virtual Reality Menü Interaktion mit einer Smartwatch
Art der Arbeit: Diplomarbeit
Autor: Florian Schuster
Betreuung: Priv. Doz. Mag.rer.nat. Dr.techn. Hannes Kaufmann
Ort :
 Fakultät für Informatik | Technische Universität Wien
Datum:
 11.08.2016
Studiengang: Medieninformatik

Gestaltungshöhe

Die Gestaltungshöhe der Arbeit würde ich als relativ hoch bezeichnen. Es wird während der gesamten Arbeit eine gute Balance zwischen den Gestaltungsvorgaben der Universität und dem Umsetzen eines individuellen Designs gehalten. So werden zum Beispiel dem schlichten Inhaltstext schöne und gut designte Kapitelzahlen zur Seite gestellt, ohne die wissenschaftliche Lesbarkeit des Textes zu beeinflussen.

Gestaltungselemente wie Abbildungen, Tabellen oder Codezeilen haben zwar kein homogenes Design, erfüllen aber jedes für sich sehr effektiv die ihm zugeordnete Aufgabe. 

Innovationsgrad

Was die technische Innovation des Endprodukts angeht wage ich mich kein Urteil zu fällen. Der Innovationsgrad des Themas ist auf jeden Fall sehr hoch. Das haptische Feedback einer realen Interaktion mit realen Gegenständen fehlt in einer VR-Umgebung und schwächt so den Erlebnisgrad des Users. Das ist ein großes Problem in der VR Entwicklung. Weiters können „normale“ Steuercontroller wie Maus oder Tastatur wegen der Undurchsichtigkeit einer VR-Brille nicht benutzt werden. Die Entwicklung haptischer, digital ansprechbarer Steuerungen ist also genau das woran zurzeit vielfach entwickelt wird und ein hoher Bedarf herrscht.

Selbstständigkeit

Der Autor scheint sich selbständig und tiefergreifend mit dem Thema auseinander gesetzt zu haben, wobei klar hervor geht, dass das Hauptaugenmerk der Arbeit auf technischen Details und der Entwicklung eines Prototyps lag und nicht auf dem theoretischen Auseinandersetzen mit der Thematik.

Gliederung und Struktur 

Die Gliederung ist relativ verschachtelt aufgebaut. Diese Art der Strukturierung ist wahrscheinlich dem Geiste des Programmierers geschuldet. Die Arbeit umfasst 6 Hauptkapitel. Bis auf das 6te Kapitel, das die Conclusio ist, umfasst jedes Kapitel mindestens 3 Unterkapitel. Diese Unterkapitel sind wiederum in viele weiter Subkapiteln unterteilt. Ich persönlich komme gut mit dieser Verschachtelung zurecht, weiß aber, dass sie so eher nicht angewendet werden sollte. 

Kommunikationsgrad

Mein persönlicher Eindruck ist, dass das Sprachniveau für einen quasi Laien wie mich etwas zu technisch ist, aber für jemanden der in dieser Thematik belesener ist möglicherweise etwas zu niedrig. Aber im Großen und Ganzen kann ich eigentlich relativ gut folgen und mir ein gutes Bild von der Thematik und der Implementierung verschaffen. Weiters ist Anzumerken, dass die Arbeit auf Englisch verfasst ist und daher eher ein einfaches Sprachniveau aufweist.

Umfang der Arbeit 

Die Arbeit umfasst insgesamt 82 Seiten, wobei hier Abbildungsverzeichnis und Bibliografie schon mit einbezogen sind. Die letzte Seite mit „Inhaltstext“ ist Seite 69. Rechnet man insgesamt die Tabellen und Abbildung weg und bezieht sich lediglich auf reinen Text können die ungefähr gewünschten 60 Seiten einer Masterarbeit wohl knapp nicht erreicht werden. Es ist dabei jedoch zu bedenken, dass dafür mehr Arbeitsaufwand in die technische Umsetzung geflossen ist.

Orthographie sowie Sorgfalt und Genauigkeit 

Die Arbeit ist auf Englisch verfasst. Da weder ich, noch der Autor (das ist eine selbst aufgestellte Hypothese) Native Speaker sind, ist es möglich, dass sich viele unentdeckte Fehler eingeschlichen haben. Mir wäre aber nichts aufgefallen.

Literatur

Die Bibliographie füllt 6 Seiten und umfasst 73 Einträge, wovon sich 25 aus Internetquellen zusammensetzen und der Rest aus publizierter Fachliteratur. Bei den Internetquellen handelt es sich häufig um Developer Plattformen und um die offiziellen Webseiten der von Ihm benutzen Tools. Bei der Fachliteratur um Bücher und Journale.