Animationskriterien für eine „Gute“ 2D Animation

In diesem Eintrag habe ich mich mit dem Thema 2D Animation auseinandergesetzt, aufgrund einer Recherche für eine andere Lehrveranstaltung. Da indirekt auch die Animation etwas mit meinem Thema zu tun hat und sich dementsprechend für unsere Wissensdatenbank heranziehen lässt wollte ich die Kriterien gerne definieren.

2D Animationsvideos gibt es in den verschiedensten Formen, Farben und Styles. Grundsätzlich zeichnet sich dieser Style durch die unterschiedlichsten Figuren und Objekte aus, die zweidimensional in einem Raum erstellt werden und nur eine Höhe und eine Breite haben. Diesen Stilen gibt es schon seit fast 200 Jahren und er wurde in verschiedensten Formen immer wieder neu erfunden. Die meisten können sich noch an die Helden aus ihrer Kindheit erinnern wie König der Löwen oder Dumbo. Also was definiert dementsprechend eine gute Animation?

Zuerst einmal sicherlich das Umfeld und die Vorgesehene Zielgruppe. Denn je mehr man es für die Rezipienten anfertigt desto mehr wird es am Ende Anklang finden. Nach Ollie Jonston und Frank Thomas lassen sich 12 Prinzipien erfassen die für Animation grundlegend sind um diese lebendiger zu machen:

tex avery 1980s GIF by Warner Archive

  • Gewichtsdarstellung durch Zusammenquetschen und Strecken bei einer bewegenden Figur
tex avery 1980s GIF by Warner Archive
  • Die Absichten von Figuren sollten durch klare Posen inszeniert werden. Jede Pose sagt damit etwas über eine bestimmte Situation aus.
Tex Avery Vintage Animation GIF
  • Schlüsselposen werden zuerst gezeichnet und anschließend die Übergänge zwischen den einzelnen Posen dazwischen.
tex avery 1980s GIF by Warner Archive
  • Man muss das Publikum informieren über die wichtigsten Ereignisse (Highlight im Bild).
Tex Avery Vintage Animation GIF
  • Bewegende Figuren bewegen unterschiedliche Körperteile je nach Aktion unterschiedlich schnell.
hungry wile e coyote GIF
  • Bewegungen sind realistischer, wenn sie am Bewegungsanfang schnell sind und dann auf das ziel hin abbremsen. Dementsprechend sind anfangs mehr Einzel Bilder und später weniger.
bugs bunny GIF by Brooke
  • Figuren sollten Aktivitäten in Bewegungsbögen ausführen.
beycreative GIF
  • Sekundäre Aktionen verleihen Bewegungen mehr Lebendigkeit(Hintergrund Aktivitäten).
tex avery 1980s GIF by Warner Archive
  • Die Bewegungsdauer sollte von ihrer Geschwindigkeit abhängen. Szenen werden angepasst indem sie langsamer oder schneller gemacht werden.
Who Framed Roger Rabbit GIF
  • Übertreibung als stilistisches Mittel um Punkte und Ideen einer Szene hervorzuheben.
disney i may or may not be watching this right now GIF by Maudit
  • Zeichnungen müssen eine gewisse Form und Gewichtung haben um im 2D-Raum zur Geltung zu kommen.
coyote wile GIF
  • Figuren einer Animation sollten das Interesse der Zuschauer wecken. Wichtig dabei ist das sie einen gewissen Reiz, Charme und ein Charisma haben.

Reviving my Theory

Since I started writing the Expos’e, the idea of writing the thesis became more real to me and I got nervous about it actually. It did help me to form a method for checking if my hypothesis is true or not but besides that it stressed me out. It made me start thinking mainly about what I should write for a script, something that I will also be able to film, and that will somehow be possible to clarify by using a nonlinear narrative which then made me think if I’m losing the objective point and so on.. Yes, it’s clear, I became really confused and nervous. 

I got reminded that I know someone who is dealing with these kind of stuff all the time, my wife Anna, who is writing her Ph.D. right now, and tells me quite often how in the last few days she got stuck and full with doubts and somehow by speaking to some people and reading some more, she got back on track, so I called her and it was definitely a great idea. 

Anna reminded me why my theory does make sense, she said : “take memento for example, the story most probably been written linearly but was eventually edited to a non linear film to clarify the story better and especially because that this is how we (the viewers) could experience what the hero in the movie is experiencing”. It is so so right, because as the audience we develop such a great empathy towards “Leonard Shelby” the protagonist in the movie “Memento”. The empathy developing, which is one of the most important aspects for a story to be good, is thanks to the fact we see the world from his point of view, and this is the way the story is being told, by hints, non linearity, confusion all these are pulling us to Leonard’s own world. This movie would have most likely lost a lot of its greatness if it was linear but even more important also the clarity.

While writing these lines, an idea came to my mind, maybe I could write a script about writing this thesis, as it has a clear goal and an evolvement of character during the procedure it might work, linear and nonlinear. I just need to think of how to make it interesting. well.. based on a real life story is good enough.

Szenische Auflösung – Bauplan eines Videos

Nach den Bewegungsablaufen von Benesh bietet die Szenische Auflösung von Heiko Raschke eine gute Grundlage um weitere Bewegungsabläufe in Bezug auf Kamera zu definieren, um damit einen Bauplan für Videos zu erstellen.

Der Schwenk:

Der Schwenk ist eine simulierte Bewegung des Kopfes bzw. der Augen. Als gestalterisches Mittel kann damit ein Raum erfasst werden schneller als in einer Fahrt. Objekte können verstärkt werden durch eine zentrale Positionierung. Es können Gefühlszustände durch POVs transportiert werden und ein Erzählrhytmus verändert werden. Die Komponenten dafür liegen in der Schwenkgeschwindigkeit, der Brennweite mit dem Schwenk, Perspektive im Schwenk. Durch diese 3 Komponenten kann man eine genau Bewegung definieren. Angewendet auf

Die Fahrt:

Bei der Fahrt geht es darum einen Positionswechsel zu vollziehen. Es geht dabei darum Distanzzonen zu verkleinern um Zuschauer mehr in ein Geschehen zu bringen. Wie auch bei dem Schwenk spielen Brennweite und Geschwindigkeit eine Rolle anders jedoch kann durch eine bestimmte Fahrt ein Distanzzone durchbrechen oder begleiten.

Lineare Seitfahrt mit Blick schräg zur Bewegungsrichtung
Lineare Seitfahrt mit Blick senkrecht zur Bewegungsrichtung
Bogenförmige Seitfahrt mit Blick senkrecht zur Bewegungsrichtung

Durch Abbildung 1 wird dem Zuschauer eine gewisse Distanz vermittelt wobei der Winkel der Kamera wie in Abbildung 2 entscheidend darüber ist, wie schnell der Zuseher in die Handlung eingeführt wird. Im Vergleich dazu wird ein Objekt bzw. eine Handlung plastischer.

Alternativ kann auch eine Aktion durch eine begleitende Fahrt verfolgt oder durch eine Ranfahrt die Distanz verkleinert werden.

Handkamera und Steadicam:

Bei der Steadycam bzw. auch bei der Bewegten Kamera hängt die Führung der Kamera von der Konzentration ab. Durch die kleinen Bewegungen ist der Zuschauer dazu gezwungen ständig aufmerksam zu fokussieren. Die Komponenten dieses Werkzeugs bestehen einerseits in der Bewegung des Kameramanns (die adaptiv durch Halterungen minimiert oder maximiert werden kann). Die 2. Komponente besteht in der Geschwindigkeit wie sich der Kameramann in Abhängigkeit zu dem gefilmten bewegt.

Kranfahrt

Die Kranfahrt ist eine spezielle Form der Fahrten. Bei ihr hat man einen bestimmten Anfang und eine bestimmtes Ende bei dem die Fahrt ein Schweben vermittelt. Die Komponenten für diese Art eines Ortswechsels oder um tiefer in ein Geschehen einzudringen bestehen einerseits in der Höhe, dem Weg und der Geschwindigkeit in Verbindung mit der Brennweite. Vom Bewegungsmuster ist nur von vorne nach hinten (vertikal hoch oder runter ). Ziel ist es eine Fluchtlinie mit dem Bild zu schaffen.

Comic Verfilmungen

Folgend versuche ich die kommerziellen, ästhetischen, historischen und technischen Aspekte von Comicbuch-Verfilmungen ohne gezielte Form oder Struktur zu erforschen/erörtern.

Kommerziell:

Das Comicbuchverfilmungen erfolgreich sind, daran besteht kein Zweifel. Dazu bedarf es nur einen Blick auf die Liste der erfolgreichste Filme und deren Einspielergebnis. In den Top 10 sind drei Avengers Filme.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2272/umfrage/die-15-erfolgreichsten-filme-aller-zeiten/

Man kann bestimmt nicht alle Verfilmungen von Comics als gelungen bezeichnen. DC aber auch Marvel haben zuhauf Filme produziert die ganz simpel nach der Stange und dem gleichen Schema abgewickelt wurden. Und trotzdem sind sie zum Großteil finanziell erfolgreich gewesen.

Historisch:

Comic Verfilmungen gibt es eigentlich schon lange. Als Zeichentrick und als Realfilm. Der erste Comic-Verfilmungs-Hype (zumindest aus jetziger Sicht) entstand vermutlich in den 60ern mit Adam Wests Batman Serie. Die 80er bestimmten dann B-Movies wie Captain America oder Punisher. Filme die aus heutiger Sicht eher peinlich anzusehen sind. Die Batman Verfilmung von Batman 1989 zeigte wohl erstmal das Potential von Comicverfilmungen und den Stories dahinter. Vor allem aber das Potential damit viel Geld zu verdienen.
Mit der stetigen Weiterentwicklung von CGI waren es aber Ende der 90er Anfang 2000 aber endlich auch möglich Helden mit fantastischen Kräften, wie den X-Men von Bryan Singer, auf die Leinwand zu bringen. In weiterer Folge kam mit Iron Man dann der Film, der das Marvel Cinematic Universe startete, wodurch alle Marvel Filme miteinander verbunden sind. Wie eine überlange Fernsehserie.

In der Historie der Comicverfilmungen sind auch unbekanntere und independent Verlage hervorzuheben die erfolgreich ihre Geschichten verfilmt haben. Allen voran Sin City. Die Verfilmungen versuchen im Besonderen durch ihre Ästhetik dem Stil von Comic Büchern gerecht zu werden.

https://www.slashfilm.com/sin-city-at-15/

Ästhetisch:

Wie bei so vielen in meinem Alter liegt der Ursprung der Faszination an Comicverfilmungen wohl an Sam Raimi’s Spider-Man und Christopher Nolan’s Batman Verfilmungen. Übermenschliche Charaktere werden in die scheinbar reale Welt gesetzt, wodurch sie wohl greifbarer wurden für den Zuschauer. Christopher Nolans Batman hat mich von Anbeginn begeistert. Richtig fasziniert war ich aber wie so viele vom zweiten Teil (The Dark Knight), der mich vor allem aufgrund der Filmmusik und herausragender Schauspielleistung gefallen hat.

Durch die Adaption für die Leinwand verliert der Comicfilm aber das was einen Comic vielleicht gerade ausmacht. Die meisten Verfilmungen sind nur eine lose Adaption des Ursprungsmaterials. Das oben erwähnte Beispiel, Sin City, schlägt in eine andere Kerbe. Der Stil des Comics sollte im Film nicht verloren gehen. Ähnlich ist es auch beim Animationsfilm Spider-Man into the Spiderverse. (Mein ursprünglicher Anstoß fürs Thema). Lautmalerei und kinethische Typographie werden genutzt um Soundeffekte zu verstärken und Gedanken werden in Sprechblasen gepackt.

https://www.gamespot.com/articles/why-spider-man-into-the-spider-verses-comic-book-a/1100-6463955/

Notationen im Ballett

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Im Zuge meiner Recherche für meine Masterarbeit über CI-Bewegung wurde mir das Thema der Notationen im Ballett nähergebracht.

Da es sich bei diesem Thema um ein gutes interdisziplinäres Thema (Sound, Media und Communication) handelt, dachte ich mir es wäre sicher gut dazu einen Beitrag zu verfassen.

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Benesh Movement Notation:

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Bei der Benesh Movement Notation handelt es sich um eine im 20. Jahrhundert erfundene Art Bewegungen in eine Schriftform umzuwandeln. Bis dato gab es keine genaue Art menschliche Bewegungen zu erfassen und zu notieren.

Heute ist diese Form für fast mehr als 1000 Stücke der gängige Maßstab um Bewegungen in Choreographien zu erfassen und auch die Tanzarten haben sich ausgeweitet.

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Anleitung:

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Um die sogenannte Choreologie durchzuführen benötigt man die Notenlinien und die Taktstriche. Dabei entsprechen die Bewegungen auf den einzelnen Notenlinien den Körperteilen. Die Linien entsprechen von oben nach unten dem Kopf, den Schultern, der Hüfte, den Knien und den Füßen des Tänzers, in die mittels abstrakter Symbole die Dimensionen und die Qualität der Tanzbewegungen eingezeichnet werden. Das Notationssystem bietet den Vorteil, dass es mit einer musikalischen Partitur kombiniert werden kann, um die Synchronisierung von Musik und Tanz zu verdeutlichen. Interessant ist bei der Form alles in 2D aufgeschrieben wird.

Das Thema wird klarer

Nach dem letzten Semester und meiner Hin- und Hergerissenheit zwischen zwei Themen habe ich mich im Sommer für eines der beiden entschieden. Ich wollte tiefer in die Materie der 2D und 3D Animation eintauchen. Auch die Abschlusspräsentation hat mir bei der Entscheidung geholfen. Ich erhielt gutes Feedback mich auch mit der Geschichte der Animation zu beschäftigen und herauszufinden seit wann Animationsstile kombiniert werden.

Doch das neue Semester warf auch neue Fragen auf: Was sollte die Forschungsfrage meines Themas sein? Nachforschungen ergaben was ich vermutete. Die Geschichte der Animation war von vielen schon durchgekaut worden. Sollte ich nochmal das gleiche machen? Nein. Ich überlegte wie ich eigentlich auf die Idee kam über dieses Thema zu schreiben. Der Ursprung war die Comicverfilmung Spider-man into the Spiderverse. Dieser liebevoll animierte, aufwendig produzierte Film hat sich eingebrannt bei mir.

Aber Warum? Warum hat es mir ein Comicbuchfilm so angetan? Ich lese überhaupt keine Comics, hatte nie wirklich das Bedürfnis danach. Das ist doch nur was für Nerds, Kinderkram sozusagen. Aber die Filme von Marvel, DC oder Dark Horse habe ich trotzdem beinahe alle gesehen. Was macht also die Faszination dieser Filme aus? Warum sind sie so erfolgreich? Was sagt ihr Erfolg über unsere Gesellschaft aus, das wir uns so nach einer Welt sehnen in der Superhelden alles Böse mit einem Faustschlag besiegen?

Mein Thema ist also klarer geworden. Was sind die technischen, ästhetischen und historischen Merkmale von Comicverfilmungen und warum sind sie den so kommerziell erfolgreich?

jordan
Secret Fanboy?

Story and Narrative

After reading some more articles and papers written, concerning the nonlinear narrative, and also speaking to a few friends explaining what I am going to write about, for my master thesis, I figured out that nonlinear narrative isn’t a 100% clear idea, also not for me. As a matter of fact, I found out that also in the professional world of writing the issue can be somehow confusing.

The mix up between a story and a narrative is a common one though the difference is very significant. In a very simple way one could explain the difference by saying: A story is “what is being told” and the narrative is “how it is being told”. 

A nonlinear narrative is a way of telling a story by reordering the story events to a non chronological one. So basically, the story is chronological, while the narrative isn’t, and it will jump on the timeline of the story in order to tell the plot as the storyteller would like. This new order of the events creates a new relation between them, and can be used to manipulate the viewer or in order to explain a situation better than if it would have been told in a linear narrative.

It does get to complicated situations of defining if a story/movie is actually a linear or not in fea different situations, such as: flashbacks during a chronological story. The claim is, that using flashbacks doesn’t fracture the story, but is just a memory point that comes back to the chronological way of telling the story.

In a paper I am reading now “visualizing Nonlinear narratives with story curves” there’s a typology that has been written by Gerard Genette.it explains the relationship between story order and the narrative order. I believe that would be a very insightful piece to read. Reading that paper and creating for myself a small dictionary regarding this theme are my next steps.